Übersicht der Adventsbräuche * Bedeutung und Herkunft im Überblick

Adventsbräuche haben meist christlichen Ursprung

Die Adventsbräuche stehen durchweg für eine tiefe Symbolik und strotzen oft nur so von Schönheit und Ausdruckskraft. Viele sind heute schon vergessen. Wir beschreiben hier kurz die bekanntesten Adventsbräuche

Was sind Bräuche eigentllch?

Ein Brauch ist per Definition eine innerhalb einer Gemeinschaft entstandene, regelmäßig wiederkehrende, soziale Handlung von Menschen in festen, stark ritualisierten Formen.

Bräuche sind Ausdruck der Tradition. Sie dienen ihrer Erhaltung und Weitergabe sowie dem inneren Zusammenhalt der Gruppe (Gruppenkohäsion).

Adventsbräuche sind in besonderen Maße Ausdruck der Tradition. Sie haben meist christlichen Ursprung. Im weitesten Sinne ist der Kaufrausch in der 'Adventszeit auch ein Adventsbrauch, entspricht jedoch wegen der obigen Kriterien nicht wirklich einem Brauch. 

Übersicht der bekanntesten Adventsbräuche


Das christliche Weihnachtsfest * das bekannteste aller Adventsbräuche

Weihnachtsgottesdienste sind definiert als Gottesdienste an den Weihnachtsfeiertagen.

Zentrale kirchliche Veranstaltungen sind die Christvesper und die Christmette. Letztere gilt in der katholischen Tradition als Vorabendmesse für den Weihnachtsfeiertag. Bei den evangelischen Kirchen werden sie einfach als Gottesdienst am Heiligen Abend bezeichnet.

Diese Einstufung ist von erheblicher Bedeutung, weil Katholiken nur einmal je Sonn- und Feiertag zur Kommunikation gehen dürfen.

Frautragen - Nachempfinden der Herbergssuche * einer der eher unbekannten Adventsbräuche

Beim Frautragen ist es in einigen Regionen Standard, in den letzten neun Tagen der Adventszeit eine Marienplastik oder ein Marienbild von Wohnung zu tragen. Diese wird dann zur gemeinsamen Andacht auf einen Hausaltar gestellt. Zur Weihnachtsnacht wird diese dann in die Pfarrkirche gebracht. Die Symbolik bezieht sich auf die Herbergssuche von Maria und Josef, die auch von Haus zu Haus gezogen waren. Die Tradition des Frautragen wird heute eher nur noch in Bayern und Österreich praktiziert.

Weihnachtsmärkte ist einer der beliebtesten Adventsbräuche

Der Adventsbrauchtum der Weihnachtsmärkte stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde in der Regel um die Kirchen herum aufgebaut. Seinerzeit waren  die beliebtesten Verkaufsartikel

  • Spielzeug
  • Krippenfiguren
  • Lametta
  • Glaskugeln
  • Gewürze aus dem Morgenland
  • Stollen
  • Krippenfiguren

Vieles davon hat sich schließlich bis heute noch gehalten.

Das Friedenslicht von Bethlehem * einer der neueren Adventsbräuche

Die Pfadfinder haben das Friedenslicht von Bethlehem  in die kirchkichen Gemeinden gebracht. Damit wird an die Worte der Weihnachtsbotschaft erinnert: Verherrlicht ist Gott in der Höhe - und auf Erden ist Frieden bei den Menschen seiner Gnade (Lukas, 2,14).

Das Friedenslicht in Deutschland

In Deutschland wird die Aktion von den Pfadfinderverbänden Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg, Pfadfinderinnenschaft St. Georg, Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder und Verband Deutscher Altpfadfindergilden veranstaltet und weitergeführt. Dabei wird das Licht mit der Eisenbahn aus Wien abgeholt und dann in über 100 Städten in ganz Deutschland verteilt. In vielen Städten finden aus diesem Anlass besondere Andachten und Gottesdienste statt. Hier wird die Verteilung oft auch durch andere, kleinere Pfadfinderbünde übernommen, die zwar keine offiziellen Veranstalter sind, aber zur allgemeinen Bekanntheit der Aktion und der Fortführung der Idee beitragen. Neben diesen zentralen Aussendungsfeiern, die oft von mehreren Gruppen gemeinsam organisiert werden, wird das Friedenslicht oft auch an andere ansässige Religionen weitergegeben

Adventsblasen (auch Turmblasen) ist einer der Adventsbräuche bei evangelischen Christen

Beim Adventsblasen wollen evangelische Christen durch Blechblasinstrumente Jesus Christus auf die Erde herabrufen. Die Adventsbläser tun dies meist in der Kirche, auf Kirchtürmen oder auf belebten öffentlichen Plätzen wie z.B. dem Weihnachtsmarkt

Advents-Türschmuck ist ebenfalls einer der beliebtesten Adventsbräuche

In vielen Häusern findet man in der Adventszeit Türschmuck an der Haustür. Fast schon traditionell gehören dazu auch das Anbringen von Mistelzweigen. Diese begrüßen als Symbol für Weihnachten die Besucher. Die Mistel gedeiht im Winter gut. Die Mistel gilt auch deshalb als Symbol für die Unsterblichkeit und wünsche quasi dem Besucher schon beim Betreten des Hauses ein langes und erfülltes Leben.

Küssen unterm Mistelzweig - einer der schönsten Adentsbräuche

Küssen sich zwei Menschen unter dem Mistelzweig, werden sie ein glückliches Paar

Mistelzweige werden in der Adventszeit dekorativ an Decken und Türen befestigt.

Die Bedeutung hat sich gewandelt.

Früher wollte man auf diese Weise böse Hexen, Geister und alles Unheil abwenden.

Heute verheißt der Kuss unterm Mistelzweig lebenslanges Glück der Paare.

Nach alter Tradition kann eine Junge Frau einen Kuss nicht verwehren, wenn sie unter dem Mistelzweig steht. 

Dem Brauch zu folgen muß sie davon ausgehen, daß sie auch im nächsten Jahr ledig bleiben wird, wenn sie unter dem Mistelzweig steht und nicht geküsst wird.

Strohhalmlegen, oft auch Krippe füllen genannt * ein fast vergessener Adventsbrauch

Beihm Strohhalmlegen darf ein Kind die Krippe mit einem Halm befüllen wenn es eine gute Tat vollbracht hat. Am 1. Adventssonntag wird dazu die noch leere Krippe aufgestellt. Oft wird Strohhalmlegen auch Krippe füllen genannt.

Als gute Tat wurde beispielsweise gesehen, wenn sich Mädchen und Jungen ohne Aufforderung am Haushalt beteiligten oder gute schulische Leistungen vorzeigen konnten.

Richtig gut war die Aufgabe dann erledigt, wenn die Krippenfiguren zum Weihnachtsfest im Stroh fast versanken. Und natürlich war ein Kind stolz, wenn es etwa den Großeltern eine solche Krippe vorweisen konnte.

Strahhalmlegen ist inzwischen fast vergessen.

Adventsbrauch Rorate-Messen

Rorate-Messen sind definiert durch spezielle Gottesdienste in der Adventszeit die sehr früh und häufig nur bei Kerzenschein gefeiert werden.

Rorate bedeutet übersetzt "tauet". Es ist dem Eröffnungsgesang "Tauet ihr Himmel, von oben" entnommen und bringt damit die Sehnsucht der Christen zum Ausdruck nach  der Ankunft Gottes zum Ausdruck

Auch dieser Adventsbrauch ist heute eher selten..

Adventsfasten - einer der Adventsbräuche die viel Selbstdisziplin erfordern

Adventsfasten definiert sich als Tradition, die bereits seit dem 11. Jahrhundert überliefert ist.

Seit 1917 wird in der katholischen Kirche im Kirchenrecht nicht mehr verlangt. 

Adventsfasten wird aber auch kaum noch praktiziert, auch nicht von Gläubigen.

Wenngleich Adventsfasten nicht mehr im Kirchenrecht verankert ist, ist der tiefere Sinn des Fastens jedoch nach wie vor vorhanden und so oder in ähnlicher Weise in vielen anderen Religionen vorhanden, z.B. ist der Ramadan der Fastenmonat der Muslime

Solche christlichen Regeln haben durchaus großen Einfluß auf die Kultur. Man stelle sich nur mal vor, wie die Welt auf Grund verbindlichem Adventsfasten aussehen würde ohne Schokoladenfiguren, Christstollen & Co.

Sternsinger * ein bei jungen Katholiken oft praktizierter Adventsbrauch

Die katholische Kirche sendet in der Zeit um den 6. Januar meist Ministranten aus.

Die sind dann die Sternsinger und ziehen, als die heiligen drei Könige verkleidet,  von Haus zu Haus und sind mit Kreide bewappnet.

Damit schreiben sie die drei Buchstaben "C+M+B" ("Christus segne dieses Haus") mit der jeweiligen Jahreszahl über die Tür und tragen ein Lied vor.

Dafür werden sie mit Spenden für die Kirchgengemeinde belohnt

Der Sternsingerbrauch ist aus dem weihnachtlichen Brauch des Klöpfelns entstanden

Adventskalender - ein nicht mehr wegzudenkender Adventsbrauch

Der Adventskalender symbolisiert die steigende Vorfreude und die ungeduldige Erwartung auf Weihnachten.

Kinder erhalten den Adventskalender zum 1. Dezember, der 24 Türchen aufweist, hinter denen sich in der Regel Süßigkeiten oder kleine Spielwaren verstecken. Bis zum Weihnachtsfester beginnt nun jeder Tag mit der Suche nach dem richtigen Türchen und einer kleinen Belohnung.

Dieser Adventsbrauch ist relativ neu und wird an Bedeutung noch zunehmen. Immer mehr werden auch Erwachsene mit einem Adventskalender beschenkt, was bei Erwachsenen nicht selten auch mit kommerziellen Zielen verbunden ist.

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Vorsprung durch Wissen

Wissen Sie was Frauträger sind?

Nein, da werden keine Frauen durchs Dorf getragen: Obwohl... Soo weit weg ist das auch wieder nicht. Es handelt sich um einen Adventsbrauch, der vor allem in Bayern und Österreich praktiziert wird. Lesen Sie mehr über Adventsbräuche oder überhaupt über Advent




Spruch zum Nachdenken

Sei wie Glas, diejenigen die dich kaputt machen wollen, sollen sich an dir schneiden...


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Wenn Sie in einem bestimmten Ort in Italien - dem Lande Cassanovas und Amore - leben oder sich aufhalten, besonders wenn.. .. - Lesen sie noch mehr  skurrile Sexgesetze der Welt