Ich bin devot (bzw. ein Sub), kein Sklave. Definition und Unterschiede

Definition des Unterschieds zwischen devot und Sklave

Der primäre Unterschied zwischen devot (Sub, Bottom) und Sklave besteht in den Rechten und Pflichten sowie deren Reichweite

vereinfacht gesagt hat ein devoter (Sub, Bottom) eine Mitsprache-/Mitwirkungsmöglichkeit, ein Sklave hat dies nicht und nur zu gehorchen und zu dienen

Wenn man devot ist sagt das nicht automatisch, daß man Sklave ist.

Wenn man Sklave ist, ist man höchstwahrscheinlich jedoch naturdevot.

Definition Sklave

Sklave steht für die Symbolik der Rechtlosigkeit, wie sie in früherer Zeit galt. Sie stellt in der Regel die stärkste Form von devoter Person bzw. Sub dar

Sklave genauer betrachtet

In seiner ursprünglichen Bedeutung ist ein Sklave ein Mensch, der als das Eigentum von jemandem. lebt, für diesen arbeitet und selbst keine Rechte hat. (hier gibt es noch Unterschiede zwischen römischen und griechischen Sklaven).

Nicht selten findet man den Wunsch, Fantasien, Bestrebungen, so zu leben oder dem in der Beziehung möglichst nahe zu kommen.

Der Unterschied zu heute: Wie ein Sklave im ursprünglichen Sinne zu leben ist nicht möglich, nicht realistisch, nicht wünschenswert

Rechtlich gibt es keine Sklaven. Vereinbarungen zwischen Partnern, als Sklave zu leben, fixieren die Vorstellung der Beziehung untereinander und haben keine rechtliche Bindung oder Relevanz, ja können sogar gegen Rechte und Grundrechte verstoßen. Die Partner fühlen sich jedoch innerlich daran gebunden, als wenn es ein Gesetz wäre.

Mitsprache und vereinbarte Rechte eines sub, Bottom

Als Sub ist man im Prinzip einfach erstmal nur der passive Part. Hier darf es NoGos geben ebenso wie Wünsche. Als Sub hat man auch ein Ablehnungsrecht.

Sub ist man meist auf Zeit, es kann jedoch auf Dauer vereinbart werden und damit zur Lebensform werden.

Ein Sklave hat keine Rechte und damit keinen Gestaltungseinfluß

Ein Sklave hat bedingungslos zu gehorchen. Er wird nicht gefragt, was ihm gefällt, wo und wann.

Abgesprochene Tabus hat der dominante jedoch zwingend einzuhalten.

Der Unterschied im Alltag besteht in der Form, wie man den Status auslebt

Als Sub unterwirft man sich z.B. im Bett und erfüllt Wünsche und Vorstellungen des Dom.

Als Sklave tut man das auch, aber wird nicht gefragt oder es wird nicht vorangekündigt noch besprochen. Er hat zu gehorchen, evtl. was man will, wie man es will oder wo und wann. Er ist eben rechtlos. Sklave zu sein kann auch mehr bedeuten als "nur im erotischen" Sinne. Für ihn kann es dauerhafte Vorschriften und Regeln geben und dauerhafte Verbote  und Gebote.

Sklave ist nicht gleich Sklave * Der Unterschied

Grundsätzlich ist ein Sklave rechtlos, hat zu gehorchen und zu dienen.

In der Praxis haben sich Definitionen herausgebildet, die alleine durch die Begrifflichkeit definieren, wie nahe man der ursprünglichen Lebensform miteinander leben will.

Unterschied der Abstufungen der heutigen Sklavenformen:

  • 24/7 bedeutet 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche Das besagt einerseits eine jederzeitige Verfügbarkeit (aber nicht jederzeitig aktiv) und jederzeitige Verfügbarkeit und besagt, daß man nach bestimmten Regeln und Ritualen lebt und bestimmte Aufgaben zu erfüllen hat sowie mit bestimmten Konsequenzen verbunden ist (Strafen). Die nachstehenden Formen beinhalten automatisch 24/7.
  • EPE: steht für Erotic Power Exchange und bezeichnet ein sexuelles Machtgefälle zwischen zwei Personen. Der Sub gibt die voll Kontrolle an den Top ab. Dies ist in der Regel auf Sessions bezogen, kann aber auch allgemeingültig vereinbart werden (beispielsweise bestimmte keine Unterwäsche tragen, nur Dessous tragen wenn der Top zugegeben ist oder ein bestimmtes Verhalten wie strippen wenn der Top nach Hause kommt) Im Gegensatz zu TPE bezieht sich EPE nur auf den erotischen Bereich
  • TPE - steht für Total Power Exchange. Das kann man als totalen Machtaustausch sehen. Das Wort total ist auch als absolut zu verstehen. Im Gegensatz zu EPE (erotic Power Exchange) kann und soll diese Beziehungsform auch die Entscheidungsbefugnis und vollständige Kontrolle des Top über alle Lebensbereiche bedeuten wie z.B. über Finanzen, Geldausgaben, Vermögen, Arbeitsplatz, Freizeitgestaltung, familiäre und freundschaftliche Beziehungen. In einer TPE-Beziehung wird der Bottom in der Regel als Eigentum bezeichnet, der TOP als Besitzer.
  • CIS: heißt complete irrevocable submission) und ist die radikale, dauerhafte und unwiderrufliche Form von TPE. CIS basiert auf TPE, geht jedoch noch weiter und absoluter. Die Lebensform bedeutet, daß der Bottom zusätzlich alles Eigentum an den TOP überträgt und auch die Beziehung nicht selbst beenden kann. Weil er das nicht selbst beenden kann, geben aus der Sicht des Top auch dauerhafte Kennzeichnungen Sinn wie Branding, Cutting, Tattoo.
  • Gor: Hier handelt es sich um einen Fantasie-Roman von John Norman. Auf der Gegenerde (ist ist von der Erde aus nie sichtbar weil sie genau entgegensetzt liegt) Es handelt sich um insgesamt 34 Werke, in denen die männliche Dominanz gegenüber weiblicher vollständiger Unterwerfung dargestellt wird. Hierbei verwendet Norman überwiegend Fantasy und Science-Fiction-Szenarien. Es gibt in letzter Zeit immer mehr Beziehungen die so leben möchten. Es gibt sogar mittlerweile Gruppen, die sich zu diesem Zweck zusammenschließen.

Der Wille der Lebensform ist immer eine Abspracheform und kann Segen und Fluch sein

Immer muß die Lebensform auf gegenseitiger Absprache beruhen. Es müssen beide genau so wollen.

Wenn beide Seiten darin ihre Erfüllung finden, wird es für beide Seiten erfüllend und lebensbereichernd sein und eine Kraftquelle. Das Vertrauen ist enorm wichtig.

Je nach Grad der Unterwerfung kann es die eigene Entwicklung ausbremsen oder verhindern. Besonders wenn man es nicht aus Leidenschaft lebt sondern sonst mit dem Leben nicht klarkommt. Wenn man gar, wie bei CIS auch Besitz und alle Verfügungen abgegeben hat, KANN es zu einer Katastrophe kommen, wovor ausdrücklich gewarnt ist. Der Segen kann "auch" darin bestehen, daß man weiß und vertraut, dass der Top das besser weiß und kann als man selbst. Das KANN ein  sehr schmaler Grad sein, muß es aber nicht.

von devot über Sub bis Sklave - die Grundentscheidung triffst Du - überlege genau den Unterschied und dann handele

Vereinfacht gesagt:

  • eine submissive Person (devot, bottom) hat eine Mitsprache- und Mitgestaltungsmöglichkeit, ja oft ist es erwünscht und/oder sinnvoll.
  • ein Sklave hat nur zu gehorchen und dienen und keinen Einfluß. Basta.

Nur Du selbst entscheidest, wie Du Leben willst, solltest dann aber auch dazu stehen. Du solltest Deine Entscheidung nicht aus dem Einfluß anderer heraus treffen noch aus wirtschaftlicher oder intellektueller Not noch aus Flucht vor oder von etwas. Das wird nicht funktionieren. Dich aufgeben (was ja devot bedeutet) darf nur aus dem ehrlichen Bedürfnis heraus erfolgen, besser aus Zuneigung zum Top oder gar Liebe. 

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