Gottes devote Töchter - Gottes starke Söhne?

Devotheit ist in vielen Kulturen und Religionen normal * Streng gelebt ist es Ehrfurcht vor Gott

Devot ist ein Geschenk - auf Gegenseitigkeit

So definieren wir devot in unserer westlichen Wertegemeinschaft.

Wenn man sich in der Welt umsieht, ist devot leben in anderen Kulturen oder Religionen ein ganz normaler Standard für Frauen.

Beispielsweise gibt es besonders in den arabischen Ländern und im Islam Vorschriften, die in Deutschland als höchste Frauendiskriminierend bezeichnet werden.

Beispiele:

In Saudi-Arabien stehen Frauen unter der Vormundschaft eines männlichen Verwandten. – von Vater oder Bruder, Mann oder auch dem Sohn. Ohne deren schriftliche Erlaubnis dürfen sie sich nicht medizinisch untersuchen oder operieren lassen und auch nicht reisen. Gerade erst wird in Saudi-Arabien nachgedacht, auch Frauen das Auto fahren zu erlauben.

In Ländern wie Saudi-Arabien, Iran oder Afghanistan gelten besonders strenge Regeln für Frauen. Iran schließt Frauen von vielen Sportveranstaltungen aus; eine Aktivistin wurde zu einer einjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, weil sie ein Männer-Volleyballspiel besuchen wollte. 

Devot und Dominanz - Kultur des Gehorsam in arabischen Ländern

Gehorsam spielt im abrahimischen Kulturkreis eine zentrale Rolle im religiösen Selbstverständnis. 

Zwischen dem biblischen koranischen Gott und seinen Anhängern wird eine Beziehung definiert, in der der Herrschaftsanspruch des einen die Hingabe des anderen verlangt. Das ist ungefähr das gleiche, was in unserem Kulturkreis SM ausmacht, wo sich in gleicher Weise Macht und Ausgeliefertsein begegnen..

Religion entspringt der Sehnsucht ins Dasein nach einer ganzheitlichen Gemeinschaft, in der man heil leben kann. Religion ist eine Art Rückbindung, eine Art Versicherung. Die in eine bestimmte Form gepreßte Person strebt  im religiösen zurück zu der Macht, die als ihr selbst der Bestimmtheit enthoben und zugleich das Bestimmende ist. Das kann nur wirklich funktionieren, in dem man die Macht über sich wahrhaftig anerkennt. Und hier schließt sich wieder der Kreis. Ebenso wie die Religion Gehorsam verlangt, ist es unveränderlicher Bestandteil für eine Beziehung zwischen devot (Sklave) und dominant.

Gehorsamskulte sind eine Art Religion aus der Perspektive des Ego.Wahre Religion sollte zwar keine Spaltung kennen, jedoch entsteht alleine durch die Unterschiedlichkeit der Menschen ein Machtgefälle, das durch Menschen niemals aufgehoben werden wird. Gehorsamskulte entstehen und erweitern sich und bleiben bestehen, sie werden gar eher enger und strenger.

Ist man devot, ist das mit der religiösen Gehorsamkeitskutlur praktisch überall, in Teilen dieser Welt gar extrem, vergleichbar. Wer devot ist, erfährt auch in dieser partnerschaftlichen Beziehung eines Art Rückbindung, eine Art Versicherung, einen Weg in einen Lebensbereich, in dem man heil leben kann.

Ein muslimischer Mann darf seine Frau schlagen - Ein Zitat aus dem Koran

Die entsprechende Koranstelle hierzu lautet: "Und jene (Frauen), deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht gegen sie keine Ausrede." (4:34)

Das wird zwar lokal durchaus nicht überall gleich gesehen, jedoch ist es durchaus eine Selbstverständlichkeit im Denken und Handeln in anderen Religionen und Kulturen. 

Hierzulande würde man sich wegen häuslicher Gewalt strafbar machen. Oder es in der SM-Szene finden.

Gottes devote Töchter - Gottes starke Männer? Podiumsdiskussion in Berlin

Zuletzt Am 23. Februar 2017 fand in der Villa Elisabeth in Berlin die dritte Podiumsdiskussion im Rahmen des Programms Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch statt. Es wird berichtet, daß dies eine sehr interessante Veranstaltung war.

Schon alleine das Thema dieser Podiumsdiskussion zeigt, dass das was wir in der westeuropäischen Kultur als devot im Sinne eines Geschenks auf Gegenseitigkeit sehen, quasi eine Vorherrschaft, quasi die Unterdrückung der Frau durch Religion und Tradition rechtfertigen. 

Auch in anderen Kulturen bedeutet devot nicht Entwürdigung sondern lediglich ein anderes Verständnis

Es gibt keinen Sinn, die unendlich reichhaltige Literatur hier genau beleuchten zu wollen. Daß die strengen Kleidungsvorschriften auch bei olympischen Wettbewerben und anderen sportlichen Aktivitäten gelten, ist gewöhnungsbedürftig. Diese Frauen fühlen sich nicht devot sondern empfinden es als ganz normal, dass man den Körper nicht aufreizend zeigt. Sie fühlen sich nicht weniger wert als andere in anderen Kulturen und Religionen. In Moscheen beten Frauen hinter den Männern. Würden sie es gemischt tun, wäre die mögliche Ablenkung zu groß. Da es auch für Männer Kleidungsvorschriften gilt, ist devot eher als Ehrfurcht vor Gott zu sehen.

Aufstand in den arabischen Ländern

Devot an sich ist nicht schlecht. Die Mullahs machen jedoch daraus immer mehr ein männliches Machtgehabe. Dagegen sind in letzter Zeit immer wieder Frauen aufgestanden  - und werden es auch immer wieder tun. 

Auch Männer beteiligen sich immer öfters daran.

Devot heißt  nicht minderwertig. Der Koran weist ausdrücklich auf die Gleichwertigkeit beider Geschlechter hin, zwar mit Rollenverteilung, aber immerhin. Was die Religionsführer daraus machen, dagegen wehren sich immer mehr Frauen in solchen Kulturen. Mullahs haben daraus eine Minderwertigkeit der Frau gemacht.Das ist das, wogegen sich Frauen immer mehr wehren werden. 

Mit devot hat die Unterdrückung der Frau, häufig in arabischen Ländern, vom Ursprung her nichts zu tun.

LIVE-Chat Crew ( 0 )

listNoModsOnlineAction

LIVE-Chat Teilnehmer ( 0 )

Damit jeder mal in der Liste oben sichtbar ist, wird zufällig sortiert (Aktualisierung alle 90")...

Weitere Suchwerkzeuge wenn angemeldet...